Hat die Wissenschaft Gott begraben?

In Zusammenarbeit mit der Eltern-AG „Christliche Werte leben…“ haben wir als Schule ein neues kommunikatives Format ins Leben gerufen: „EVA SCHULZE TRIFFT…“. Hierbei wollen wir mit Wissenschaftlern, Journalisten, Sportlern und anderen bekannten Persönlichkeiten zu Themen des christlichen Glaubens ins Gespräch kommen. Im letzten Schuljahr war der Althistoriker Dr. Jürgen Spieß zu Gast in unserer neuen Aula. In diesem Jahr durften wir online den emeritierten Mathematikprofessor John Lennox von der Oxford University begrüßen. Am Nachmittag des 7. Oktobers stellte Prof. Lennox die Frage „Hat die Wissenschaft Gott begraben?“ vor der 11. Jahrgangsstufe in der Aula, am Abend im Rahmen einer Video-Konferenz für die gesamte Schulgemeinschaft und andere Interessierte.

Prof. Lennox machte in seinem Vortrag deutlich, dass der eigentliche Konflikt nicht zwischen Wissenschaft und Gott besteht, sondern zwischen zwei Weltanschauungen: Atheismus und Theismus. Je nachdem mit welcher Weltanschauung man Wissenschaft betreibt, kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen, z.B. bei der Frage nach der Entstehung des Lebens. Gott und die Wissenschaft stehen keineswegs in einem Konflikt miteinander. Die Wissenschaft kann die Welt zwar beschreiben und Gesetzmäßigkeiten erkennen, sie kann jedoch nicht die Gründe dafür benennen, warum es die Naturgesetze, das Universum oder das Leben gibt.

Prof. Lennox nannte als wichtige Indizien, die für einen Schöpfer sprechen unter anderem die Feinabstimmung des Universums und die ungeheure Komplexität des DNA-Moleküls. Mit der Feinabstimmung des Universums meinte er die absolute Genauigkeit der Naturkonstanten und das Vorhandensein von Naturgesetzen. Würden diese auch nur ein klein wenig abweichen, wäre das Leben gar nicht möglich. Anhand des DNA-Moleküls beschrieb Lennox die darin enthaltene genetische Information, die als Bauplan des Lebens zu verstehen ist. Wie bei jeder Sprache setzt eine solche Information, z.B. beim Menschen mit 3,4 Billionen chemischen Buchstaben, eine Intelligenz als Urheber voraus.

Abschließend erklärte Prof. Lennox, warum er nicht nur an eine unpersönliche Intelligenz hinter dem Universum glaubt, sondern an den Gott der Bibel, der in Jesus Christus Mensch geworden ist. Die Bibel sagt deutlich, dass am Anfang das Wort war und durch das Wort alles gemacht wurde. Dies stimmt mit seiner Erkenntnis überein, dass das Universum „wortbasiert“ ist und kein reines Zufallsprodukt sein kann. Lennox bezeugte seinen christlichen Glauben durch die rettende Kraft Gottes, die in dem Wunder von Tod und Auferstehung Jesu gründet. Seine persönliche Beziehung zu Gott war ihm in mehr als 60 Jahren Herzstück und treibende Kraft seines Lebens, in der er stets Hoffnung, Hilfe und Begleitung fand.

Wer sich gern selbst einen Eindruck von dem Vortrag verschaffen möchte, kann diesen unter folgendem Link anschauen: https://youtu.be/9IiC0eElx8M

Jens Nitschke